{"id":4955,"date":"2014-12-04T01:30:04","date_gmt":"2014-12-03T23:30:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.biguentersleben.de\/wp\/?p=4955"},"modified":"2014-12-05T13:39:28","modified_gmt":"2014-12-05T11:39:28","slug":"zum-sterben-schoen-joerg-buttgereits-nosferatu-lebt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.biguentersleben.de\/wp\/zum-sterben-schoen-joerg-buttgereits-nosferatu-lebt\/","title":{"rendered":"ZUM STERBEN SCH\u00d6N &#8211; J\u00d6RG BUTTGEREITS NOSFERATU LEBT!"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;Der Tod ist ein Meister aus Deutschland!&#8220;, hei\u00dft es im Finale von NOSFERATU LEBT! am Dortmunder Theater. Regisseur und TODESKING J\u00f6rg Buttgereit setzt mit seiner vierten Theater-Inszenierung nicht nur Friederich Wilhelm Murnaus Filmklassiker von 1922 ein Denkmal, sondern schl\u00e4gt eine unfassbare Br\u00fccke zwischen Film- und Zeitgeschichte, um seinen Zuschauern eines klar zu machen: die filmische Wiege des Horrorgenres liegt in Deutschland! Diese R\u00fcckbesinnung auf die Wurzeln einer damals jungen Genrebewegung, die bereits wenig sp\u00e4ter im Keim erstickt und zur Auswanderung gezwungen wurde, birgt bei Buttgereits St\u00fcck Hoffnung und Schrecken zugleich.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_4969\" aria-describedby=\"caption-attachment-4969\" style=\"width: 450px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.biguentersleben.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/nosferatuB1.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-4969\" src=\"http:\/\/www.biguentersleben.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/nosferatuB1.jpg\" alt=\"Foto: Birgit Hupfeld\" width=\"450\" height=\"298\" srcset=\"https:\/\/www.biguentersleben.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/nosferatuB1.jpg 450w, https:\/\/www.biguentersleben.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/nosferatuB1-347x230.jpg 347w, https:\/\/www.biguentersleben.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/nosferatuB1-300x198.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-4969\" class=\"wp-caption-text\">Foto: Birgit Hupfeld<\/figcaption><\/figure>\n<p>Hoffnung darauf, dass nach so langer Zeit erkannt wird, dass Horrorgestalten wieder einen festen Platz in der deutschen Kulturlandschaft haben k\u00f6nnen. &#8222;Der Tod ist ein Meister aus Deutschland!&#8220; &#8211; ein Zitat aus Paul Celans Gedicht &#8222;Todesfuge&#8220; zum Holocaust &#8211; bezieht sich schlie\u00dflich nicht blo\u00df platt auf den geschichtlichen Kontext von Murnaus Film aus einem Deutschland zwischen zwei Weltkriegen &#8211; Siegfried Kracauer bezeichnete NOSFERATU sp\u00e4ter schlie\u00dflich als die mediale Vorwegname Hitlers &#8211; sondern vielmehr auf den immensen Einfluss des Films auf alle zuk\u00fcnftigen Horrorfilmgeneration. Wie viel HELLRAISERs Pinhead, Freddy Krueger aus NIGHTMARE und schlichtweg alle spitzzahnigen Nachfahren NOSFERATUs den visuellen Motiven des Grafen Orlok verdanken, wird einem erst durch Buttgereits Inszenierung wirklich bewusst. \u00c4hnlich wie in SHADOW OF THE VAMPIRE darf sich das Publikum durch die N\u00e4he zu den Protagonisten in der Studio-B\u00fchne fast wie am Set von Murnaus Film f\u00fchlen. Der bereits f\u00fcr Buttgereits DER ELEFANTENMENSCH (ebenfalls noch am Dortmunder Schauspiel zu sehen) mit dem Kritikerpreis ausgezeichnete Uwe Rohbeck schafft dabei das Unm\u00f6gliche: er rei\u00dft die Figur des NOSFERATU so perfekt an sich, dass er alle bisher existierenden Vorg\u00e4nger hinter sich l\u00e4sst. Rohbeck imitiert weder Schreck, Kinski noch Dafoe sondern wird selbst zum lebendigen Untoten &#8211; dem Grafen. Greifbarer kann der kalte Schauer echten Grusels kaum werden. Fast f\u00fchlt sich Orloks Auftauchen wie eine echte Freakshow an &#8211; ein leibhaftiger Untoter steht zur Unterhaltung des Publikums auf der B\u00fchne.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Diese besteht haupts\u00e4chlich aus einer wei\u00dfen Leinwand, hinter der die Schauspieler immer wieder mal verschwinden, um die Ereignisse in einem faszinierenden Schattenspiel darzustellen. Untermalt von einer Dauerkaskade Live-Musik vom Klavier, die zwischen d\u00fcsterer Stimmungsmusik mit Anfl\u00fcgen von John Carpenters THE FOG und fast umerklich eingeflochtenen Zitaten von Bauhaus (&#8222;Bela Lugosi&#8217;s dead!&#8220;) \u00fcber Black Sabbath bis zu den Rolling Stones serviert, ist der Sprechanteil der Schauspieler auf ein Minimum reduziert. So werden stilecht auch beim B\u00fchnen-NOSFERATU Texttafeln wie im Stummfilm eingeblendet, w\u00e4hrend sich der brave Makler Hutter (Ekkehard Freye) auf die Reise nach Transsylvanien begibt. Brillant arbeitet Buttgereit mit der B\u00fchnenausleuchtung, um dessen schrecklichen Erlebnisse in einem Schattenspiel zu spiegeln, die Hutters Frau Ellen (Annika Meier war auch schon in <a title=\"GREEN FRANKENSTEIN &amp; SEXMONSTER \u2013 J\u00f6rg Buttgereits Kino-Theater\" href=\"http:\/\/www.biguentersleben.de\/wp\/green-frankenstein-sexmonster-joerg-buttgereits-kino-theater\/\">GREEN FRANKENSTEIN \/ SEXMOSTER<\/a> dabei) alln\u00e4chtlich in der Heimat qu\u00e4len. Ganz der Vorlage entsprechend wird stumm mit gro\u00dfen Gesten gespielt, nur unterbrochen von informellen Einsch\u00fcben eines Erz\u00e4hlers (Andreas Beck), der (film)historischen Kontext f\u00fcr die Zuschauer parat h\u00e4lt. Sogar William Castle findet bei NOSFERATU LEBT! seinen Weg nach Transsylvanien, um f\u00fcr einen s\u00fc\u00dfen Schock im Parkett zu sorgen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Mit NOSFERATU LEBT! setzt J\u00f6rg Buttgereit nicht blo\u00df dem Klassiker sondern dem gesamten Horror-Genre ein B\u00fchnendenkmal, verweist auf eine Tradition, die schon viel zu lange untot geschlummert hat. Aber NOSFERATU LEBT! ist kein b\u00f6ses Erwachen sondern eine wundervoll d\u00fcstere M\u00e4rchenstunde, die alle, die wie Buttgereit die Monster lieben, mit einem geschmachteten Seufzen verlassen werden.<\/p>\n<p>Die bisher angesetzten Vorstellungen von NOSFERATU LEBT! sind bereits bis April ausverkauft. Weitere Termine sind aber in Planung. Karten und weitere Infos gibt es unter <a href=\"http:\/\/www.theaterdo.de\">www.theaterdo.de<\/a> . (Kay Pinno)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<figure id=\"attachment_4966\" aria-describedby=\"caption-attachment-4966\" style=\"width: 450px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.biguentersleben.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/nosferatuB3.jpg\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-4966\" src=\"http:\/\/www.biguentersleben.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/nosferatuB3.jpg\" alt=\"Foto: Edi Szekely\" width=\"450\" height=\"318\" srcset=\"https:\/\/www.biguentersleben.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/nosferatuB3.jpg 450w, https:\/\/www.biguentersleben.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/nosferatuB3-325x230.jpg 325w, https:\/\/www.biguentersleben.de\/wp\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/nosferatuB3-300x212.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 450px) 100vw, 450px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-4966\" class=\"wp-caption-text\">Foto: Edi Szekely<\/figcaption><\/figure>\n<h2><strong>Interview mit J\u00f6rg Buttgereit<\/strong><\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>DEADLINE: Erz\u00e4hl mal wie du \u00fcberhaupt zum Theater kamst?<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>J\u00d6RG BUTTGEREIT: <a title=\"GREEN FRANKENSTEIN &amp; SEXMONSTER \u2013 J\u00f6rg Buttgereits Kino-Theater\" href=\"http:\/\/www.biguentersleben.de\/wp\/green-frankenstein-sexmonster-joerg-buttgereits-kino-theater\/\">GREEN FRANKENSTEIN<\/a> war ja nicht mein erstes Theaterst\u00fcck. Ich habe in Berlin ja schon einige Theatersachen gemacht. Im Hau (Hebbel am Ufer Theater) CAPTAIN BERLIN VS. HITLER und die so genannten ROUGH CUTS &#8211; Buttgereits Filmlektionen so eine ganze Serie von so einmaligen Filmlektionen am Theater. 2005 war meine erste B\u00fchnenarbeit, wenn man so will, mit GABBA GABBA HEY, dem Ramones Musical in Berlin. Das war wirklich eine \u00dcberraschung. Aber das lief auch nur \u00fcber einen Bekannten von mir, der die Rechte an dem St\u00fcck gekauft hatte, mich von fr\u00fcher kannte, weil ich fr\u00fcher auch f\u00fcr Konzerte und Konzertveranstalter gearbeitet habe. Und Michael Schaumer aus Berlin ist einer dieser Veranstalter gewesen. Der hatte mich damals schon mal engagiert, um bei den Ramones im B\u00fchnengraben zu arbeiten, damals in den 80ern. Der wusste also, dass ich Ramones Fan bin und kannte auch meine Filme, und als er dann das Ramones Musical auf die Beine stellen wollte, hat er mich gefragt, ob ich das denn nicht machen will. Und dann war das gleich ein Musical.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>DEADLINE: Hattest du denn vorher irgendeine Art von Beziehung zum Theater oder war das f\u00fcr dich einfach nur ein Kulturtempel?<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>JB: Eigentlich bin ich ja mit Film aufgewachsen, aber wenn man sich&#8217;s genau betrachtet, sind ja meine Lieblingsfilme, n\u00e4mlich die japanischen Monsterfilme, auch nichts anderes wie abgefilmtes Theater, denn diese Monster ja immer von Leuten in Kost\u00fcmen dargestellt werden auf B\u00fchnen, vor denen auch nur Leute mit Kameras sind. Man sieht die Dr\u00e4hte, man sieht das da Menschen drin sind, also diese Handarbeit, die ja so charakteristisch f\u00fcr das Theater ist, die hat es mir angetan. Ich glaube, das ist die Schnittmenge. Theater stellt auch eine Art Fluchtort f\u00fcr mich da, weil das Kino immer digitaler wird und ich damit eigentlich nichts zu tun haben will.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>DEADLINE: Bist du da im Tarantino-Sinne Old School und sagst &#8222;Film muss Zelluloid sein&#8220; oder denkst du, dass das digitale Filmemachen f\u00fcr&#8217;s Kino nicht reicht oder alles was da dranh\u00e4ngt zu anstrengend und kompliziert ist?<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>JB: Nein, nicht anstrengend und kompliziert. Ich habe ja jetzt auch mit GERMAN ANGST wieder mal einen Film gedreht oder besser gesagt einen Drittel-Film. Und der ist ja auch digital gedreht. Aber ich habe drauf geachtet, dass keine digitalen Spezialeffekte drin sind. F\u00fcr mich ist wichtig, dass die Dinge, die man sieht, sichtbar handgemacht sein m\u00fcssen. Ich wertsch\u00e4tze digitale Effekte einfach nicht, weil mir das immer so erscheint als m\u00fcsste man im nachhinein was kaschieren, was an Ort und Stelle nicht geklappt hat. Mit meinen Filmen fr\u00fcher bin ja abh\u00e4ngig davon gewesen, dass alles live klappt, weil wir alles live gemacht haben und die Nachbearbeitung \u00fcberhaupt nicht gegeben war. Das war alles Zelluloid und auch nicht digital geschnitten. Insofern bin ich da Old School m\u00e4\u00dfig. Ich bin dann einer der Leute, die emp\u00f6rt sind, wenn in so einem sp\u00e4teren Romero-Film digitale K\u00f6pfe explodieren. Das vergesse ich sofort wieder, das nehme ich \u00fcberhaupt nicht ernst. Das ist nicht mal b\u00f6ser Wille, aber ich wertsch\u00e4tze es nicht und damit verpufft es f\u00fcr mich. Das ist f\u00fcr mich so, als wenn da nur ein Schild stehen w\u00fcrde, auf dem steht &#8222;Hier platzt ein Kopf&#8220;. (lacht) Aber sehen tue ich das nicht. Das ist ja nur eine Animation.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>DEADLINE: Du hast ja f\u00fcr dich auch irgendwann mal gesagt, dass das Filmemachen f\u00fcr dich abgeschlossen ist und hast dich anderen Sachen zugewandt und hier hast du jetzt einen sicheren k\u00fcnstlerischen Hafen gefunden, in dem du auch eine gewisse Narrenfreiheit genie\u00dft&#8230;<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>JB: Scheinbar ja. (gr\u00fcbelt selbst verwundert). Aber ich wei\u00df gar nicht, wo das herkommt. Das ist einfach so ein Vertrauensvorschuss, den mir der Schauspieldirektor hier gibt. Der hat mich mit den Worten &#8222;Willst du hier nicht was machen? Und wenn, was denn?&#8220; hergeholt. Das ist nat\u00fcrlich toll. Mittlerweile ist es so, dass er fragt &#8222;Was kannste denn n\u00e4chstes Jahr machen?&#8220; und er auch eigene Ideen hat. Und NOSFERATU war auch die Idee von Kay Voges und nicht von mir. Der rief einfach irgendwann an und fragte: &#8222;Kannst du dir vorstellen NOSFERATU zu machen?&#8220; Und ich sagte: &#8222;Ja klar!&#8220; (lacht). Manchmal gibt es so No-Brainer. Tats\u00e4chlich glaube ich war es so, dass einer der Dramaturgen hier mal nach Gelsenkirchen gekommen ist, wo der Mitschnitt von CAPTAIN BERLIN lief. Und da hat er gesehen &#8222;Mensch der macht ja wirklich Theater, dann kann er das auch woanders machen&#8220;. Die wussten schon, dass die mir nichts neues abverlangen, sondern das ich nur den Ort wechsle und die Bedingungen besser werden als in Berlin. In Berlin ist es ja nicht ganz so einfach mit den F\u00f6rdergeldern. Bei CAPTAIN BERLIN oder den Filmlektionen war das Budget schon relativ eng.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>DEADLINE: Ist das ein anderes Theaterpflaster als hier in Dortmund?<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>JB: In Berlin habe ich nichts ohne den Hauptstadtkulturfonds hingekriegt und der lief nur \u00fcber das Hau also \u00fcber den Spielort. Und hier ist es so, dass ich einfach angestellt bin, einen Werkvertrag bekomme. Mach mal das und ich sage ja und die sagen und daf\u00fcr kriegst du das. Und hier muss ich mich nicht darum k\u00fcmmern, dass die Schauspieler bezahlt werden, was ich da immer musste. Die sind hier fest, die sind schon da wenn ich komme und ich bekomme die sozusagen vorgeworfen, was auch seinen Reiz hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>DEADLINE: Wo siehst du die Vorteile als Regisseur am Theater, wenn man es mit Film vergleicht?<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>JB: Das man mehr Zeit hat mit den Schauspielern zu arbeiten und sich nicht um die Technik-Schei\u00dfe k\u00fcmmern muss. Beziehungsweise es gibt hier auch Technikschei\u00dfe wie ich so sage, aber hier kommt man eher damit durch, wenn man sich nur mit den Schauspielern auseinandersetzt, weil die ersten zwei Wochen Proben finden ohne diesen Technik-Aufwand statt. Wenn ich dann mit den Schauspielern auf die gro\u00dfe B\u00fchne mit der Technik komme, dann ist man mit denen durch und kann sich dann auf die anderen Sachen konzentrieren. Beim Film ist ja alles durcheinander &#8211; es wird alles f\u00fcr den Moment gemacht und dieses Zerhackst\u00fcckte ist auch ein bisschen nervig beim Film.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>DEADLINE: Wie ist denn der weitere Entstehungsprozess bei so einem St\u00fcck wie NOSFERATU, nachdem die Idee erstmal da ist?<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>JB: Die anderen St\u00fccke habe ich ja selbst geschrieben, die ich bisher gemacht habe. Zu dem St\u00fcck habe ich jetzt den Film genommen &#8211; es gibt ja nicht mal ein deutsches Drehbuch oder eine Theaterversion dazu. Trotzdem NOSFERATU ja ein Ripoff von DRACULA ist, aber DRACULA ja auch als Theaterst\u00fcck existiert &#8211; also auch aus den 20er oder 30er Jahren sogar. Darauf habe ich jetzt keinen Zugriff gehabt. Ich habe lediglich den Film geguckt und den adaptiert, aber schon mit dem Bewusstsein, dass ich das mit weniger Schauspielern machen muss als im Film waren und auf einer B\u00fchne, die nichts kann, wie meine arme Ausstatterin immer sagt. Also keine Hebeb\u00fchnen &#8211; nichts. Das Studio ist ja so eine Art Werkstatt. Ist sch\u00f6n dunkel und sehr intim, das liebe ich auch daran, aber wir k\u00f6nnen NOSFERATU nicht von der Decke schweben lassen. Nach drei Metern kommen da schon die Scheinwerfer, da ist nicht viel m\u00f6glich. Aber das ist auch ein Reiz, weil es einen wieder auf das reduziert, was wichtig ist. Und das sind in der Regel die Schauspieler und was sie so r\u00fcberbringen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Der Tod ist ein Meister aus Deutschland!&#8220;, hei\u00dft es im Finale von NOSFERATU LEBT! am Dortmunder Theater. 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